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Was versteht man unter dem Begriff Leckageortung?

Eine Leckageortung wird durchgeführt, wenn in einer wasserführenden Leitung eine Leckstelle vermutet wird. Sie dient dazu, verdeckte Leckstellen aufzufinden.

Die Schadensbilder dafür können sehr unterschiedlich ausfallen:

  • Es tropft von der Decke. 
  • Es bilden sich langsam Wasserflecken an Wand oder Decke. 
  • Feuchtigkeit steigt im Sockelbereich an der Wand auf. 
  • Putz bröckelt von der Wand.
  • Fußbodenbeläge werfen Blasen oder schüsseln sich.
  • Natursteine verfärben sich. 
  • In der Heizungsanlage muss wiederholt Wasser nachgefüllt werden.

Wie findet man die Ursache einer Leckstelle?

Hier kommt die Leckageortung zum Einsatz. Unsere Messtechniker verschaffen sich vor Ort einen Überblick über das Schadensbild sowie dem Verlauf der wasserführenden Leitungen. Dann nehmen sie für die Leckageortung die zweckentsprechende Messtechnik in Einsatz:

  • Druckprüfung: Der Druck auf die Leitungen wird erhöht. Über ein auf der Leitung fixiertes Manometer kann Druckverlust festgestellt werden.
  • Gasdetektionsverfahren: Zunächst muss das defekte Rohrleitungssystem entleert und alle möglichen Entnahmestellen auf Dichtigkeit überprüft werden. Danach wird das Leitungssystem mit einem speziellen Gas befüllt. Das in das Rohrleitungssystem eingebrachte Gas tritt an der Bruchstelle aus und steigt durch die Bausubstanz bis zur Oberfläche auf. Mit Hilfe des Detektors kann somit die Bruchstelle geortet werden.
  • Thermografie: Die Thermografiekamera bildet Temperaturen als farbige Bilder ab. Wärmeunterschiede in Materialien zeigen sich im thermografischen Bild als Farbunterschiede. Befindet sich z.B. in einer Warmwasserleitung eine Leckage und es tritt dadurch Warmwasser aus, so erwärmt sich der Bereich um den Rohrbruch stärker als das übrige Baumaterial und zeichnet sich auf dem thermografischen Bild deutlich ab.
  • Endoskopie: Mit dem Endoskop kann man in schlecht einsehbare Bereiche sehen. Besonders im Baubereich ist es häufig erforderlich, in Decken-, Wand-, Boden- oder Dachkonstruktionen hineinzuschauen, um mögliche Bau- oder Feuchtigkeitsschäden zu lokalisieren.
  • Frequenzanalyse: Mittels der Frequenzanalyse kann man akustische Körperschallwellen orten, die von austretenden Flüssigkeiten verursacht werden und sich von der Schadstelle im Bauteil oder Erdreich bis zur Oberfläche ausbreiten.
  • Kanalkamera: Mit der Kanalkamera können Abwasserrohre untersucht werden.
  • Dielektrisches Messverfahren: Das dielektrische Messverfahren ist eine zerstörungsfreie Feuchtigkeitsuntersuchung zur Feststellung von Auffeuchtungen und Feuchteverteilungen in Baustoffen, z.B. Mauerwerk, Beton, Estrich, Holz, Isolierstoff usw.

Kann man zur Leckageortung Mithilfe leisten?

Ja, selbstverständlich. 

  • Wenn Installationspläne oder Fotos vorliegen, diese bitte für die Leckageortung bereit halten. 
  • Bitte prüfen, ob noch Ersatzfliesen vorhanden sind, denn ggf. müssen für die Leckortung Fliesen entfernt werden. Dies ist nicht immer schadenfrei möglich. 
  • Wenn eine Fußbodenheizung vorhanden ist, diese bitte einen Tag vor dem Leckortungstermin abschalten.
  • Bitte dafür sorgen, dass für die Leckageortung sämtliche Räumlichkeiten für uns begehbar sind.

Beispiele Zerstörungsarme Leckageortung